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Kirche S. Martino

 Chiesa di San Martino

Die Gewoelbe

Presbyterium von Pozzi

FresKo

Kuenstler:

Pozzi

P.Pagani

Die Heiligen:

S.Martino

S.Apollonia

Wie alle Kirchen des Valsolda wurde auch die Kirche von Castello – am westlichen Ende des Dorfes - im 16. Jahrhundert total renoviert. Der Grundriß wurde in Ost-West-Richtung umgekehrt, um den Eingang für die damals sehr häufigen Prozessionen zu erleichtern. Der Friedhof, der dem früheren Eingang gegenüberlag, wurde an den Ortsausgang Richtung Puria verlegt.
Die ursprüngliche Weihe der Kirche an San Martino hat ihre Wurzeln in der Herrschaft der Franken (9. Jahrhundert). Es war eine Huldigung für diesen Heiligen, einst Bischof von Tours. Es wird vermutet, daß ein noch älteres Gotteshaus an dieser Stelle Johannes, dem Täufer, Schutzheiligem der Langobarden (7. Jahrhundert) geweiht gewesen sei, wie ein diesem Heiligen gewidmeter Altar in der jetzigen Kirche beweisen würde.
Das Innere der einschiffigen Kirche bietet mit seinen reichen Deckenmalereien ein außergewöhnliches Bild. Dies Tonnengewölbe wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Paolo Pagani aus Castello eingewölbt und gemalt. Der Maler schuf dieses Kunstwerk nach seiner Rückkehr von einem langen Aufenthalt in Mitteleuropa. Die Altarbilder fand er schon vor und benutzte sie als Vorbilder für seine Darstellungen.
   Folgende Themen hat er künstlerisch umgesetzt:
Auf der linken Seite oberhalb der Enthauptung von Johannes, dem Täufer, dessen Predigt an die Massen.
Auf der rechten Seite oberhalb der drei Märtyrerinnen Caterina, Lucia und Apollonia - jede von ihnen wird mit ihren wesentlichen Symbolen: Augen, Zähnen und dem Rad, dargestellt - sieht man die drei zum Martyrium verurteilten Heiligen vor ihrem römischen Richter.
Der zweite Altar auf der linken Seite zeigt Rosario von Lepanto. Damit wird der Sieg der Venezianer über die Türken als ein Symbol des Triumphes der Christenheit gewürdigt. Auf dem Altarbild sind verschiedene Mitglieder der gleichnamigen Bruderschaft abgebildet.
Der zweite Altar auf der rechten Seite zeigt Maria mit dem Kind auf dem Thron zusammen mit den Heiligen Ambrogio und Carlo. Beide waren Bischöfe von Mailand, bedeutende Würdenträger, Verbreiter und Verteidiger des katholischen Glaubens. Diese beiden Altarbilder zeigen den Sieg des Glaubens über den Unglauben. Die zentrale Figur der Maria (Ikone dieses Sieges) ist mit der Thematik der zweiten Kuppel, die Mariä Himmelfahrt darstellt, eng verbunden. Maria wird bei ihrem Aufstieg von Sybillen, Propheten, Heiligen, Märtyrern und Engeln begleitet.
Die Altarbilder der ersten zwei Altäre und der darüber dargestellten Szenen sind der Überwindung des Heidentums durch das Martyrium gewidmet und zeigen eine direkte Bindung zum Thema der ersten Kuppel, deren Fresken schlecht entzifferbar und unvollendet erscheinen; im Vordergrund ist jedoch der Fall der rebellischen Engel (Niederlage des Bösen) gut zu erkennen. Im Gegensatz zu den Bildern in der zweiten Kuppel bewegen sich hier die Figuren von oben nach unten.
Die gesamte perspektivische Architektur ist überaus eindrucksvoll, die Bilder bieten dem Betrachter eine Fülle dramatischer Effekte.
In das Deckengemälde mischen sich persönliche Motive des Malers Pagani sowie auch die Geschichte von Castello: Im Mittelalter war es beispielsweise Fluchtort der Catari, einer Gruppe von Ketzern, die von der römischen Kirche verfolgt wurden. Zur Zeit der Reformation stand die ganze Gegend unter dem Einfluß der Protestanten aus der benachbarten Schweiz, die im 16./17. Jahrhundert in den Grenzgebieten Fuß gefaßt hatten.
In der Apsis sind vier Episoden aus dem Leben des Heiligen Martinus dargestellt.

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